Ein rasanter und fairer Teamsport

Frisbee heißt für gewöhnlich: sich bei schönem Wetter im Park oder am Strand die Scheibe zuwerfen, sie zunehmend sicher fangen und ein paar extravagantere Würfe wagen. Schön und gut! Aber wenn man denkt das war’s, dann geht es eigentlich erst los. Denn richtig verrückt wird es, wenn man anfängt der Scheibe hinterherzulaufen. Kommen dann noch Mitspieler dazu, die einen am Werfen und Fangen hindern, spielt man Ultimate Frisbee.  


Spielidee

Gespielt wird Ultimate in gemischten Mannschaften - Männer und Frauen spielen gemeinsam. Es spielen  7 gegen 7 auf einem Spielfeld mit zwei Endzonen. Ziel des Spiels ist es die 175 g schwere Scheibe, ohne mit ihr zu laufen, nur durch Werfen und Fangen über das Spielfeld zu bewegen und in der gegnerischen Endzone zu fangen. Wird die Scheibe nicht von einem Mitspieler gefangen oder fällt sie zu Boden, kommt die andere Mannschaft in Scheibenbesitz. Für das gesamte Spiel gelten die 10 wichtigsten Regeln.


Schnelligkeit und Technik sind für ein gutes Spiel ebenso wichtig wie Spielwitz und taktisches Verständnis. Es gibt beim Ultimate prinzipiell keine Schiedsrichter und die Verantwortung für den Ablauf des Spiels liegt somit bei den Spielern und Spielerinnen selbst. Diese Eigenverantwortung heißt SPIRIT OF THE GAME und verlangt von allen Spielern sich so zu verhalten, dass andere Spieler nicht benachteiligt werden. Der Spirit ist ein wesentlicher Bestandteil der Spielidee. Erleben kann man ihn vor allem auf Turnieren, bei denen es darum geht sich mit sportlichem Ehrgeiz gegenseitig das Beste abzuverlangen und dabei nicht zu vergessen, dass es „nur“ ein Spiel ist und der Spaß im Vordergrund steht. 


Regeln

Im Ultimate sind alle Spieler auch Schiedsrichter und sollten die Regeln des Spiels kennen und beherzigen. Daher hier ein Link auf die aktuellste Fassung der 
World Flying Disc Federation Regeln für Ultimate Frisbee.



Videos zur Spielidee, den Anfängen und den verschiedenen Disziplinen

Einführung ins Ultimate Frisbee


Zurück zu den Wurzeln:
UPA Championships Final 1975
Ultimate Frisbee (Junioren)


Ultimate Frisbee (Männer)
Ultimate Frisbee (Frauen)
World Games Final 2009 (Mixed)



Wurftechniken

Vorhand-Wurf
Rückhand-Wurf
 Überkopf-Wurf (Hammer/Overhead)


Ganz besondere Momente

Trick-Würfe
Unglaubliche Würfe von Brodie Smith

Layout
Springen nach der Scheibe

"The Greatest"
Ein Wurf beim Sprung ins Aus, der zum Punkt führt. 
 GLOSSAR 

BREAK Dieser Begriff bezieht sich auf eine Seite, einen Pass oder einen Cut. Gemeint ist die Seite, die Marker versucht abzudecken. Er verhindert also einen "Durchbruch", einen Pass, oder Cut zu dieser Seite.

CLEARING Den Spielraum freimachen, in den der Werfer die Scheibe passen will. Unbedingt notwendig nach einem erfolglosen Cut und nach getätigtem Pass. Die Bedeutung dieses Vorgangs wird von Anfängern häufig unterschätzt. 


CUT Der Versuch freizukommen, um einen Pass zu fangen. Beginnt normalerweise mit einer Körpertäuschung oder einem plötzlichen Wechsel der Richtung und/oder der Geschwindigkeit.

DEFENCE Die Verteidigende Mannschaft, bzw. die Tätigkeit dieser, den Aufbau und erfolgreiches Punkten der angreifenden Mannschaft zu verhindern.

DUMP Der Spieler, der sich hinter dem Werfer positioniert, um sich für einen einfachen Pass für den bedrängten Werfer anzubieten.

FLOW Eine rasche Folge schneller gut getimter Pässe und Cuts - die in einem sicheren Punkt enden sollten.

FORCE Der den Werfer markende Abwehrspieler versucht ihn zu "zwingen" in eine bestimmte Richtung zu werfen (oder besser: in eine Richtung nicht zu werfen!). Diese Richtung wird angekündigt und ist innerhalb der Mannschaft abgesprochen, meistens zu einer bestimmten Seite hin.

FOREHAND (auch SIDEARM) Die Wurfart, die der Tennis-Vorhand ähnelt. Rechtshänder werfen also an der rechten Körperseite vorbei.

HAMMER Ein hoher Überkopf-Wurf, bei dem die Scheibe mit der Unterseite nach oben fliegt. Der Handgriff und der Wurf sind eine Vorhand-Wurfbewegung, ähnlich dem Schmetterball beim Tennis.

HAND BLOCK Das ist, wenn der Abwehrspieler die Scheibe direkt, nachdem sie vom Werfer losgelassen wurde, niedergeschmettert, abgeblockt wird.

HUCK Ein langer hoher Pass, eine Vorlage fast über die gesamte Spielfeldlänge hinweg zu einem möglichst großen Spieler in die Endzone.

LAYOUT Wenn ein Spieler einen spektakulären Hechtsprung macht, um die Scheibe zu fangen oder abzufangen. Man sagt auch: " going ho" (going horizontal).

MAN-ON-MAN Manndeckung. Die einfachste und am häufigsten praktizierte Abwehrtechnik. Jeder Spieler deckt einen festen Gegenspieler und folgt ihm auf Schritt und Tritt.

PIVOT Sternschritt des Werfers wie beim Basketball. Das Standbein (bei Rechtshändern links) bleibt stehen, während das Spielbein Schritte in verschiedene Richtungen macht, um an dem Marker vorbeizuwerfen.

POACH Wenn ein Abwehrspieler sich von seinem zugedachten Angreifer entfernt, um die Scheibe an anderer Stelle abzufangen.

PULL Der Anwurf, der das Spiel beginnen läßt. Die verteidigende Mannschaft wirft die Scheibe zur angreifenden, nachdem diese Bereitschaft signalisiert hat.

SWING Wie ein Flügelwechsel beim Fußball. Eröffnet Räume auf der anderen Spielhälfte, wenn es zu eng wird und umgeht das ausgezählt werden. Ohne Raumgewinn.

SWITCH Zwei Abwehrspieler signalisieren sich, daß sie die zu deckenden Angreifer tauschen.

TURNOVER Besitzwechsel der Scheibe, wenn diese zu Boden fällt oder abgefangen wird. Die angreifende Mannschaft geht in die Verteidigung.

OFFENCE Die angreifende Mannschaft; die die in Scheibenbesitz ist.

STALLING Das Anzählen, was den Werfer unter Zeitdruck setzt. Der Spieler, der in Scheibenbesitz ist, kann von seinem Gegenspieler angezählt werden. Dabei hat er zehn Sekunden Zeit, den Pass zu machen. Ist die Scheibe bei "Zehn" noch nicht losgelassen, ist dies ein TURNOVER.

UP! Ausruf, der den Mitspielern signalisiert, dass die Scheibe in der Luft ist.